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25.10.2011
In einem ZDF-Beitrag wurde über das Handschwitzen, die sogenannte Hyperhidrosis palmaris berichtet. Ein Team begleitete u.a einen Patienten bei der ETS-Operation im Hyperhidrose Zentrum München bei Dr. Schick.
Ein Fachvortrag des Antitranspirante Herstellers Odaban zum Thema Schwitzen und Behandlungen auf der Messe für Gesundheit in Bad Laer.
Gustatorisches Schwitzen ist eine symptomatische Hyperhidrosis, eine Sonderform des Schwitzens, die im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme auftritt. Anfallsartig bilden sich Schweißperlen im Gesicht, auf der Stirn oder im Halsbereich. Ein Zustand, der für Betroffene äußerst unangenehme psychische Folgen nach sich zieht.
19.07.2011
Der Wirkstoff eines Antitranspirantes blockiert die Schweißdrüsen und hemmt somit den Schweißstrom. Ein Video veranschaulicht den Prozess der Drüsenblockade.
Alternativ zu operativen Verfahren mit potentiellen und nicht selten
schweren Nebenwirkungen kommt eine Behandlung mit Botolinumtoxin zur
Bekämpfung übermäßigen Schwitzens in Betracht. Dieses Mittel wird direkt
in die Haut des vermehrt schwitzenden Bereichs injiziert / gespritzt.
Das Verfahren gilt als ausgesprochen effektiv, wissenschaftlich belegt
und kann nicht nur unter den Achseln, sondern selbst im Kopf- und
Nackenbereich, den Händen und an den Füßen zum Einsatz kommen.
Nachteilig ist jedoch, dass die Wirkung zeitlich beschränkt bleibt. Eine Wiederholung wäre erforderlich.
Das physikalische Therapieverfahren der Iontophorese bezeichnet das Einbringen von ionisierten Substanzen in den Körper durch die Haut oder Schleimhaut mittels eines elektrischen Stromes. Durch den Stromfluß wird die Penetration einer Substanz durch die Haut gefördert. Die Menge der durch die Iontophorese eingeführten Substanz hängt von der Stärke und Einwirkungsdauer des elektrischen Stromes ab.
Der Hautwiderstand ist innerhalb der Schweißdrüsenausführungsgänge am niedrigsten, daher ist der Ionenfluß innerhalb der Dukti am größten.
Die Technik der Iontophorese wurde im 18. Jahrhundert erstmals beschrieben. In der Dermatologie erreichte die Anwendung der Iontophorese ihre größte Popularität in der Behandlung der Hyperhidrosis. In experimentellen Arbeiten wurde bewiesen, daß durch gewöhnliches Leitungswasser eine Verminderung der Schweißsekretion erzielt werden kann.
Auf dem Arzneimittelsektor werden pflanzliche Antihidrotika zur
Bekämpfung vermehrter Transpiration angeboten. Diese Produkte enthalten
Salbei oder Kampfer und sind in verschiedenen Zubereitungsformen
erhältlich (Tee, Creme, Puder etc.). Es gibt keine wissenschaftlich
fundierten Untersuchungen über die Qualität ihrer antihidrotischen
Wirkung, möglicherweise können sie zur Linderung der Hyperhidrosis
beitragen.
Da die ekkrinen Schweißdrüsen durch cholinerge sympathische Nervenfasern
versorgt werden, sind im Rahmen der Hyperhidrosistherapie
Anticholinergika zur Anwendung gekommen (insbsondere Sormodren und
Vagantin). Anticholinergika wirken durch eine Blockade des
neuroglandulären Transmitters Acetylcholin. Sie können systemisch oder
lokal (mit oder ohne Okklusion), sowie als Zusatz zur
Iontophorese-Behandlung appliziert werden.
Es hat sich gezeigt, daß durch Anticholinergika zwar eine Verminderung,
jedoch keine zufriedenstellende Hemmung der Schweißsekretion erzielt
werden kann. Der erhebliche Nachteil der Anticholinergika, durch den
schließlich ihre Einsatzfähigkeit begrenzt wird, besteht darin, daß sie
bei systemischer Anwendung zu Nebenwirkungen am vegetativen Nervensystem
führen. Selbst bei niedriger Dosierung können sich Sehstörungen,
Tachykardie oder Mundtrockenheit hervorrufen.
Bei der endoskopischen transthorakalen Sympathektomie handelt es sich um ein chirurgisches Verfahren zur Unterbrechung von Nerven im Kreislauf des Schwitzens, die für die Impulsgabe zur Absonderung des Schweißes zuständig sind. Bevorzugt wird dieser endosko-pische Eingriff bei der Behandlung einer extremem Hyperhidrosis im Gesicht oder an den Händen. Bei Fußschweiß ergibt sich eine Besonderheit durch die schwer zugängliche Lokalisation der schweißstimulierenden Nerven, so dass hier ein weitaus aufwendigerer Eingriff in Form einer offenen Bauchoperation notwendig wird.
Neben den bereits vorgestellten chemischen Substanzen, die im Innern des
Körpers ihre schweißreduzierende Wirkung entfalten, gibt es auch solche
Substanzen, die bei externer Anwendung die überschüssige Sekretion von
Schweißflüssigkeit drastisch zu hemmen vermögen. Hierzu zählen
vornehmlich Metallverbindungen, insbesondere die Verknüpfung von
Aluminium und Chlor, die zur Hauptgruppe der Antiperspirantien gehören.
Aluminiumchlorid und auch - sulfat sowie Zink und Magnesium haben sich
als Metallwirkstoffe im Rahmen der Schweißbekämpfung und
Hydrosistherapie seit Jahren erfolgreich bewährt. Diese Verbindungen
verfügen über eine adstringierende Wirkung, sie behindern und
erschweren den Sekretaustritt, und können zudem sehr
behandlungsfreundlich in den unterschiedlichsten
Anwendungsmodifikationen verabreicht werden.
Im Kampf gegen hässliche Schweißflecke in der Kleidung gibt es neben den
Anwendungen von Aluminiumchloriden als Apothekenmischung oder
Industrieprodukten auch völlig natürliche Hilfsmittel wie z.B.
Achselpads oder Funktionshemden.
Es handelt sich hierbei nicht um eine
spezifische Therapieform sondern eher um die Kaschierung des axillaren
Schwitzens, jedoch mit einem häufig ebenso positiven Resultat wie bei
den medizinischen, kosmetischen oder sogar operativen Anwendungen.
Primär geht es hierbei um eine "Behandlung oder besser Anwendung" ohne jegliche Eingriffe in den Körper.
Bei den Anti-Schwitz-Hemden handelt sich um ein Unterhemd von hoher
Qualität mit einer eingebauten Tasche für normale Papiertaschentücher
zum Aufsaugen des Achselschweißes sowie einer Flüssigkeitssperre im
Achselbereich.